Bereits 1589 wird eine wüst gewordene St. Christophorus Kirche in Ebersdorf erwähnt, die vermutlich auf einen spätromanischen Bau zurückgeht. Aus den Steinen jener Kapelle ist 1622 der erste Bau der bis heute existierenden Kirche errichtet worden. Drei Jahre später erhielt die Kirche ihren Turm, in welchem zwei Glocken hingen (die dritte Glocke kam erst 1849 hinzu).

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts (um 1690) wurde hinter dem Altar eine Gruft für die gräfliche Familie gebaut, die 1857 zugemauert und 1939 noch einmal für die Aufnahme der Särge des Hauses Reuß aus der Lobensteiner Kirche geöffnet wurde.

Selbstständige Pfarrei wurde Ebersdorf erst 1745. In diesem Zuge wurde 1789 ein eigenes Pfarrhaus neben der Kirche errichtet, das ein Heim für den Hofprediger und dessen Familie bieten sollte.

1777 entstanden die Fürstenloge und die Sakristei.

1913 erfolgte ein umfassender Umbau der Kirche. Es wurden die Seitenemporen und der Kanzelaltar von 1835 entfernt. Der Taufstein aus Saalburger Mamor ersetzte den bis dahin üblichen Taufstein aus Holz. Außerdem wurden zwei Anbauten an die Kirche gesetzt, die ihr das heutige charakteristische Aussehen verleihen: Links neben dem Portal wurde ein Raum für die Aufbettung von Särgen an die Kirche gesetzt und rechts wurde der Aufgang für die Fürstenloge angebaut.

Im Inneren finden sich zahlreiche Arbeiten des Ebersdorfer Künstlers Friedrich Popp (verstorben 1998). So z.B. der Flügelaltar, eine Christophorusskulptur, Wandbilder und vieles mehr.

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